Die Straße der Romanik

Burgen, Klöster, edle Ritter und so manche sagenumwobene Legende sind nur einige Relikte, die bis in die heutige Zeit aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind. Prächtige Dombauten, Kirchen und zahlreiche Denkmäler pflegen auch heute noch so manches Landschaftsbild. Das Mittelalter fasziniert mit seiner Magie die Menschen bis heute. Insbesondere das Bundesland Sachsen-Anhalt hat viel Historisches aus der Zeit des Mittelalters zu bieten. Eine sehr beliebte Ausflugsstrecke, nicht nur für Liebhaber des Mittelalters, ist die „Straße der Romanik“.

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Straße der Romanik – Eine Zeitreise durch das Mittelalter

Im Jahr 1993 wurde die heutige Straße der Romanik in Deutschland ins Leben gerufen. In der Form einer Acht verläuft die Ferienstraße auf etwa 1.200 Kilometern entlang an 65 Orten und 80 Sehenswürdigkeiten. Die Straße der Romanik gehört zur Transromanica, welche 2006 zur Europäischen Kulturstraße ernannt wurde. Wer auf dieser eindrucksvollen Straße durch die Spuren des Mittelalters der Jahre 950 bis 1250 wandeln möchte, der kann zwischen der nördlichen oder der südlichen Region Sachsen-Anhalts wählen.

Die Nordroute

Das Mittelalter ist besonders durch seine religionsreiche Zeit bekannt. Dies spiegelt sich auch auf der nördlichen Seite der Straße der Romanik wieder. Liebhaber von Kirchen- und Klosterbaukunst werden sich entlang der Strecke schnell auf den Spuren der Benediktiner- und Augustinermönche und Nonnen wiederfinden.

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Ihren Anfang nimmt die Route in Magdeburg und führt dann durch das Jerichower Land und die Altmark bis hin in den hohen Norden Sachsen-Anhalts. Zwei besondere kirchliche Bauwerke befinden sich mit dem Dom St. Marien und dem Prämonstratenserstift in Havelberg und Jerchov. Eine wundersame Reise durch das Leben im Mittelalter können die Besucher auf der Straße der Romanik in der Landeshauptstadt Magdeburg machen. Neben dem Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, welches zu den bedeutendsten Orten zeitgenössischer Kunst in Sachsen zählt, sticht besonders der Magdeburger Dom heraus. Er ist das erste gotische Bauwerk, welches auf deutschem Boden errichtet wurde. Gleichzeitig befindet sich direkt am Dom das „Haus der Romanik“. Dort erhalten Wanderer und Touristen Informationen über die Straße der Romanik und alles Wissenswerte rund um die Entstehung des Weges.

Am Ende der Nordroute wartet auf Touristen die Dorfkirche St. Thomas in Prezien. Die spätromanischen Wandmalereien in der Kirche gelten als die wertvollsten Zeugnisse mittelalterlicher Wandmalerei in Mitteldeutschland.

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Sehenswürdigkeiten der Nordroute:

• Pfarrkirche St. Petri in Leitzkau
• Dorfkirche Willebrord in Schönhausen
• Stiftskirche der Augustiner Chorherren St. Nikolaus in Beuster
• Lorenzkirche als Salzwedel aus dem 13. Jahrhundert
• Figurengrabstein der Altenplathower Dorfkirche in Genthin
• Benediktiner-Nonnenkloster in Arendsee

Die Südroute

Der südliche Streifzug über die Straße der Romanik ist ein Abenteuer für die ganze Familie. Allen voran die Kleinen kommen hier ihrem Traum vom tapferen Ritter oder der wunderschönen Prinzessin in den vielen Burgen und Schlössern ein wenig näher.

Die Südroute führt durch den sogenannten sanften Süden des Bundeslandes. In der Region des Harzes muss unbedingt Halt in Halberstadt und Gernrode gemacht werden. Auf den Spuren der Ottonen lassen sich beeindruckende Zeugnisse der Vergangenheit finden. Ein weiterer Höhepunkt auf der Straße der Romanik, der Merseburger Dom, liegt auch auf der Südroute. Aufgrund seiner Ausstattung gehört er zu den herausragenden Bauwerken entlang der Straße. Auch die mächtige Burganlage Neuenburg in Freyburg und die Rudelsburg in Bad Kösen machen den Abschnitt der Straße sehr sehenswert.

Wernigerode, konnte durch verschiedene Brände nur wenige romanische Bauwerke erhalten. Trotzdem sind beispielsweise der romanische Wehrturm der St. Johanniskirche und das Kellergewölbe im Schloss Wernigerode ein unbedingtes Muss entlang der Straße der Romanik.

Auf keinen Fall darf bei einer Wanderung auf der Südroute die Moritzburg fehlen. Sie ist vielen aus der Verfilmung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ein Begriff. Das Jagd- und Barockschloss befindet sich auf einer künstlichen Insel und ist ein Augenschmaus für Groß und Klein. Einmal im Jahr findet auf dem Gelände mit einer einzigartigen Kulisse das Moritzburg Festival statt.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Südroute

• Eckartsburg in Eckartsberga
• Zisterzienserkloster in Michaelstein/Blankenburg
• Stephanikirche in Osterwieck
• Klosterkirche St. Marien im Menleben

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