Mons – Kulturhauptstadt 2015

Städtetrip nach Mons

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Mons ist die belgische Hauptstadt der Provinz Hennegau und liegt 65 Kilometer von Brüssel entfernt. Durch seine südwestliche Lage grenzt es an die französische Landesgrenze. Wie viele andere in Europa befindlichen Städte ist auch Mons um ein Kloster herum gebaut worden. Den Namen hat die Stadt seiner Lage zu verdanken, übersetzt bedeutet Mons nämlich „Berge“. Zu Reichtum gelang die Hauptstadt von Hennegau durch die Tuchindustrie und schlussendlich den Kohlebergbau. Mons ist im Jahr 2015 zur Europäischen Kulturhauptstadt gekürt worden.

Das belgische Mons ist Kulturhauptstadt 2015

Das belgische Städtchen hat sich für 2015 viel vorgenommen, so lockt es mit mehr als 100 Kunst- und Kulturveranstaltungen. Ein großer Fokus liegt ebenso auf den verschieden Ausstellungen, die die Geschichte von Mons thematisieren. Auch Persönlichkeiten die eine enge Bindung zu Mons haben bzw. hatten, wie Vincent Van Gogh und Paul Verlaine ebenso wie Sankt Georg wurde eigens eine Ausstellung gewidmet. Mons wurde durch die Zeitschrift GEO zu den zehn sehenswertesten Reisezielen für das Jahr 2015 gewählt. Es liegt vielleicht auch daran, dass es in Mons eine ganz spezielle Symbiose zwischen Kunst und Baustelle gibt.

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Das besondere Kulturprogramm von Mons

Mons und seine umliegenden Städte locken durch ihre kleinen und verträumten Gässchen zum Einkaufen und Bummeln. In den Monaten von April bis Juni werden nicht nur fünf nagelneue Museen eröffnet, sondern auch das Konzerthaus Arsonic. Artothèque – das Haus des Kulturerbes, ist der Ort der Archivierung, Studien und Restaurierung. Es zeigt die Kulturgeschichte von Mons auf. Des Weiteren fungiert es als Forschungszentrum. Highlight ist ein Parcours, der durch die Ausstellung führt. Im ehemaligen Wasserwerk Machine à Eau ist das MMM (MMM Mon Memorial Museum) untergebracht, welches sich mit der Geschichte von Mons aus militärischen Gesichtspunkten auseinandersetzt. Ein Geschichtenparcours führt die Besucher vom Mittelalter über die ersten beiden Weltkriege bis hin zum heutigen NATO-Hauptquartier.

Belfried von Mons – die massige Kaffeekanne mit ihren vier kleinen Teetassen ist das 87 Meter hohe Wahrzeichen von Mons und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Führungen bzw. Besichtigungen beziehen sich auf den Außenbereich und bedürfen der schriftlichen Anfrage. Spiennes zählt zu den spektakulärsten Stätten Belgiens und das verdankt es den 6.000 Jahre alten Feuersteinminen. Die Minen erstrecken sich auf einer Fläche von 100 Hektar. Zurzeit dürfen die Minen nicht besichtigt werden. Entschädigung findet man im Besucherzentrum, das mit einem archäologischen Museum ausgestattet ist.

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Weitere Sehenswürdigkeiten von Mons

  • Rathaus auf dem Grand Place in Mons
  • die Waltrudiskirche, die im Stil der Gotik erbaut wurde
  • das Vincent Van Gogh Haus in der Nähe von Mons
  • die Pferderennbahn mit Galopp- und Trabrennen
  • Das Pendeluhrmuseum

Auch die UNESCO ehrt Mons

Am Dreifaltigkeitssonntag wird jedes Jahr das Fest des Doudou zelebriert. Es handelt es sich hierbei nicht um eine Veranstaltung für Kuscheltücher sondern um ein Fest im Stil mittelalterlicher Prozessionsspiele und zeigt den Kampf zwischen dem Heiligen Georg mit einem Drachen. Die UNESCO nahm diese Veranstaltung 2005 in die Liste der „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ auf.

Großes Glück am Heiligenabend

Kurz bevor das Kulturhauptstadtjahr eingeläutet wurde, hatte Mons Glück im Unglück. Der belgische Künstler Arne Quinze hatte im Zentrum von Mons eine riesige Freiluft-Konstruktion, namens „The Passenger“ entworfen die einen gesamten Straßenzug überspannte. Das aus Holzlatten gefertigte Astwerk stürzte am Heiligenabend zusammen, verletzt wurde niemand. „The Passenger“ ist eine 16 Meter lange und 85 Meter hohe Konstruktion und gilt als Hauptattraktion der Kulturhauptstadt 2015. Der Künstler selbst geht von einem Materialfehler aus und kündigte sofortigen Wiederaufbau der 400.000 € teuren Installation an.

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